Als ausgebildete Audio Engineer mit Schwerpunkt Studioproduktion eröffnete Kaye, nach der Mitarbeit in Studios in den Niederlanden und Deutschland, 2020 ihr erstes eigenes Tonstudio. Mit der Pandemie fiel die klassische Studioarbeit von einem Tag auf den anderen weg und es war klar: Kreative Lösungen mussten her. Also packte Kaye ihr Equipment ein und fuhr raus, direkt zu den Musiker:innen nach Hause und in ihre Proberäume. Was schnell klar wurde: Für Musizierende macht es einen riesigen Unterschied, in welchem Setting sie aufnehmen. Die Performances werden besser, der Druck nimmt ab und das spiegelte sich auch im Endergebnis wider. Also kam die Frage auf:
Warum gibt es noch kein ganzheitliches Musikproduktionskonzept, das sich an die Bedürfnisse der Musizierenden anpasst, anstatt nur an den Studiogegebenheiten und der Technik?
So entstand die Grundidee, die die klassische, etablierte Herangehensweise der Musikproduktionsbranche auf den Kopf stellt. Zuzanna brachte ihr Wissen als Betriebswirtin und Kulturmanagerin mit ein und gemeinsam wurde aus der Idee ein komplexes, ganzheitliches Konzept. Seither hat sich einiges getan: eine europäische Patentanmeldung für unser System zur mobilen, cloud-gekoppelten Aufnahmetechnik mit intelligenter Routenplanung wurde vom Europäischen Patentamt als „neu" eingestuft. Der bisher größte Meilenstein: das EXIST-Gründungsstipendium – die renommierteste Förderung des Bundes für Startups aus der Wissenschaft, in der wir uns aktuell befinden.
Momentan bereiten wir den Pilot-Launch in Nordrhein-Westfalen vor. Im Ballungsraum Ruhrgebiet und Köln-Düsseldorf haben wir einen starken Testmarkt, bevor wir regional und darüber hinaus skalieren.